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10 Regel für dein Homeoffice

10 Tipps für ein erfolgreiches Corona Homeoffice

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

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Du bist durch die Corona-Krise plötzlich im Homeoffice angekommen? Was für viele vor ein paar Wochen noch ein beliebter Wunsch im Mitarbeitergespräch war, ist plötzlich Realität geworden. Und wie bei vielen anderen Wünschen gilt: Sind sie erstmal wahr geworden, relativiert sich ihre Attraktivität sehr schnell. Damit für dich das Homeoffice nicht vom Wunsch zum Fluch mutiert, habe ich hier die 10 wichtigsten Regeln für ein erfolgreiches Corona Homeoffice zusammengefasst.
Wenn du noch mehr Checklisten, Tipps & Techniken für ein erfolgreiches Homeoffice für dich, deine Kollegen oder dein Team haben möchtest, gibt es hier mein Online-Seminar „Erfolgreich im Homeoffice“ für dich sogar mit einem 50% Rabatt-Code, den du unten findest.
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Ein erfolgreiches Homeoffice braucht Vorbereitung und Regeln

Auch wenn das Homeoffice durch die Corona-Krise ziemlich plötzlich vom Wunsch zur Realität geworden ist, fällt die Umstellung in der Praxis schwer. Viele meiner Kunden (egal ob Führungskräfte oder Mitarbeiter) hatten das Homeoffice oder mindestens die flexiblen Arbeitszeiten ganz oben auf ihrem persönlichen Wunschzettel. Die Argumente dagegen waren in den meisten Unternehmen eher technischer Natur. Das Krisen neben zahlreichen negativen Entwicklungen auch der Initiator für Entwicklungsschübe sein können, sehen wir aktuell daran, dass die technischen Diskussionen um das Homeoffice schnell verstummt sind. Plötzlich geht das mobile Arbeiten fast überall.
Nach guten 2-3 Wochen tauchen jetzt aber ganz andere Probleme auf, die mit der Erkenntnis beginnen, dass ein erfolgreiches Homeoffice eben mehr ist, als Mitarbeiter(innen) mit dem Laptop nach Hause zu schicken.

 

Die Probleme im Homeoffice

Die gesamte organisatorische Infrastruktur ist in vielen Unternehmen auf die Arbeit vor Ort ausgerichtet. Wer bisher geglaubt hat, dass VPN-Tunnel und Security die größten Probleme bei der Homeoffice Diskussion waren, der wird über die neuen und vermeintlich trivialen Probleme erstaunt sein. Hier mal eine Übersicht der häufigsten Probleme:

  • Mitarbeitern/innen fehlt sämtliche Struktur und Organisation – Alle Meetings und einfache Besuche beim Büro-Kollegen entfallen.
  • Teams verlieren ihren Zusammenhalt – Teamergebnisse und gemeinsame Erfolge sind schwierig zu teilen.
  • Abstimmungen im Team werden komplizierter – Neben technischen Problemen ist die virtuelle Abstimmung häufig schwieriger.
  • Es kommt zu Missverständnissen und Konflikten im Team – Wenn man die Kollegen nicht sieht, werden aufkommende Probleme durch fehlende Körpersprache zu spät entdeckt.
  • Mitarbeiter arbeiten zu viel & ineffizient – Durch Ablenkungen und fehlende Disziplin und Struktur.
  • Fehlende Motivation – Ohne positive Gruppendynamik fällt Motivation im Team schwer.
  • Zahlreiche Ablenkungen – Das Büro in den eigenen vier Wänden bringt zahlreiche Ablenkungen.
  • Belastung für Familien – durch Vermischung von Arbeit und Freizeit.

 

Die Vorteile vom Homeoffice

Der Trost: Mit Organisation, Struktur und guter Führung lassen sich zahlreiche Probleme beheben und es entstehen viele Vorteile und Potenziale, die im normalen Büro nicht möglich sind.
Hier eine kurze Übersicht der offensichtlichsten Vorteile im Homeoffice:

  • Weniger Kosten & gut für die Umwelt – durch gesparte Fahrten zum Büro wird der Geldbeutel und die Umwelt geschont
  • Mehr Zeit –  Wer sich die tägliche Rushhour erspart hat mehr Zeit. Wichtig ist, die gesparte Zeit nicht „zu vertrödeln!“
  • Flexibilität – Mitarbeiter/innen können einfacher auf private Belange eingehen und z.B. Betreuungszeiten leichter organisieren
  • Weniger Stress – zumindest bei den Stressoren, die aus der Kombination von Arbeit und privaten Termine, wie z.B. der Kinderbetreuung resultieren
  • Mehr Produktivität – Ist die Arbeit auf den persönlichen Biorhythmus ausgerichtet ist mehr Produktivität möglich

 

Regeln für ein erfolgreiches Homeoffice

Wenn du allein oder auch mit dem Team ein erfolgreiches Homeoffice haben möchtest, dann habe ich dir hier einen Überblick der 10 wichtigsten Regeln zusammengestellt.

 

1. Neuer Glaubenssatz

Die erste Erkenntnis zielt auf einen alten „Mythos“, der im Homeoffice endgültig überflüssig ist. „Arbeit = Zeit im Büro“ trifft eventuell im Callcenter zu, weil dort nur am Telefon wirklich produktiv gearbeitet wird. Im Homeoffice solltest du dich damit abfinden, dass es nicht um Zeit sondern um Arbeitsergebnisse geht. Die Organisation sollte daher auch auf Arbeitspakete ausgerichtet sein und nicht auf reine Arbeitszeit.
Ein Praxisbeispiel für geeignete Arbeitspakete: Statt zu planen, dass du an dem Produktkonzept arbeiten willst, können konkrete Arbeitspakete so aussehen: 1. Einleitung auf mind. 2 Seiten fertigstellen & 2. Die Kapitelstruktur für den Punkt „Konkurrenzanalyse“ erstellen.

 

2. Ziele hinterfragen

Aus dem ersten Glaubenssatz ergibt sich ein neuer Umgang mit den Zielen. Was bisher als Ziel im Büroalltag realistisch und angemessen war, muss für das Homeoffice mindestens hinterfragt werden. In den meisten Fällen empfiehlt sich ein Update der Ziele, also eine Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen. Das muss nicht immer eine Reduktion sein. Im Homeoffice können eventuell auch neue Ziele etabliert werden, die im Büroalltag bisher unrealistisch waren.

 

3. Wochenplan für das Homeoffice

Sind die Ziele überarbeitet bzw. neu gesteckt, gilt es für jede Woche ein Wochenziel zu etablieren. In der Praxis hat es sich bewährt, aus diesem Wochenziel Arbeitspakete zu bilden, die du auf die Tage verteilen kannst. So hast du für jeden Tag 1-2 konkrete Aufgaben, die sich am Ende der Woche zu einem Wochenziel zusammenfügen.

 

4. Tagesplan erstellen

Wer einen Tag im Homeoffice gearbeitet hat, merkt schnell: Hier ticken die Uhren anders. Deshalb empfehle ich einen Check der eigenen Ressourcen und Rahmenbedingungen. Die Kernfrage lautet: Wie und wann kann ich im Homeoffice gut arbeiten?

 

5. Tagesplan mit dem Chef / Team abstimmen

Der persönliche Tagesplan ist der eigene Entwurf für erfolgreiches Arbeiten im Homeoffice. Selbstverständlich solltest du diesen Entwurf mit dem Chef und dem Team abstimmen. Dadurch ergeben sich noch kleine Veränderungen. Die dann aber die Basis für eure neue Tagesstruktur sind.

 

6. Dresscode für das Homeoffice

Wer jetzt denkt, dass damit der Schlafanzug gemeint ist, liegt total daneben. Wer zu Hause erfolgreich arbeiten möchte, muss diesen Homeoffice-Mythos als erstes begraben. Wirklich effizientes Arbeiten ist nur möglich, wenn dein Gehirn in den Arbeitsmodus kommt. Das fällt durch Konditionierungen und Rituale viel schwerer, wenn du dabei im Schlafanzug bist. Es gilt die Faustregel: Schlafanzug = Einladung an den inneren Schweinehund! Außerdem sieht es in Video-Calls echt blöd aus, wenn du ein Hemd mit Krawatte trägst, dann einen Ordner aus deiner Tasche holst und jeder deine Feuerwehrunterhose sieht!!! 🙂

 

7. Störungsfrei arbeiten

Ganz bestimmt ist dieser Punkt eine spezielle Herausforderung in der Einzimmerwohnung. Und selbst wenn sogar ein Arbeitszimmer vorhanden ist, kann es zu unerwünschten Störungen kommen. Mit ein bisschen Glück schaffst du es damit sogar bei Youtube so berühmt zu werden, wie Professor Robert Kelly.


Unabhängig vom Arbeitsort empfehle ich dir generell den Schreibtisch von privaten Unterlagen zu befreien, Türen zu (ver)schließen und Geräusche mit Kopfhörern oder Oropax Ohrstöpsel zu bekämpfen. Platzen deine Kids dann doch in den Videocall, nimm Robert Kelly einfach als Vorbild in Sachen Souveränität! 🙂

 

8. Persönlicher Rückblick

Wer im Homeoffice in den berühmten „Flow“ kommen möchte, muss akzeptieren, dass der Weg dorthin weder schnell noch einfach ist. Daher empfehle ich am Ende einer Woche im Homeoffice den Freitag für einen persönlichen Rückblick zu nutzen. In dieser persönlichen Retrospektive gilt es herauszufinden, welche Erfolge es gab, was gut funktioniert hat und was sich in der nächsten Woche verändern muss. Hier kannst du auch gezielt nach Produktivitätskillern suchen.

 

9. Rückblick im Team

Nachdem du im persönlichen Rückblick eine Zwischenbilanz nach jeder Woche im Homeoffice gezogen hast, gilt es diesen Lernprozess auch für das Team zu etablieren. In einem wöchentlichen Videocall kannst du so gemeinsam mit dem Team oder den Kollegen überlegen, welche Erfolge es gab, was verändert werden muss und was bleiben kann.

 

10. Teamkultur trotz Homeoffice

Auch wenn sich die Arbeit im Homeoffice nach Einzelkämpferstatus anfühlt, bist du noch Teil eines Teams. Damit der Teamgedanke und die bisherige Teamkultur nicht unter der „Sozialen Distanzierung“ leiden, empfehle ich dir gezielt virtuelle Teamevents in jeder Woche zu planen. In der Praxis können das gemeinsame „Fun-Channel“ in Slack sein oder auch ein gemeinsames Feierabendbier in einer Zoom-Konferenz.

 

Bonus für noch mehr Erfolg im Homeoffice

Wenn du durch diese ersten Impulse auf den Geschmack gekommen bist, dann empfehle ich dir mein Online-Seminar „Erfolgreich im Homeoffice“. Für alle Leser gibt es dort einen speziellen 50% Rabatt, wenn du den folgenden Voucher nutzt: TYP50EIH

 

Eure Erfahrungen im Homeoffice

Wie ist es euch bisher im Homeoffice ergangen? Welche Arbeitsmethode hat sich bei euch bewährt? Und um dem Fun-Channel hier etwas zu befeuern, freue ich mich auch über skurrile oder lustige Erlebnisberichte aus eurem Homeoffice.
Bleibt gesund, erfolgreich und habt Spaß,

Euer Henryk Lüderitz

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  • Björn Rudnik am 13. April 2020 um 12:35

    Ich arbeite seit einiger Zeit im Homeoffice. Wie im Artikel angesprochen, hat dies sowohl Vor-, als auch Nachteile. Manchmal bin ich produktiver, als früher in der Firma, weil ich konzentrierter und ungestörter an einer Sache arbeiten kann. Manchmal macht sich aber auch der fehlende Druck und die nicht wie gewohnt vorhandene Arbeitsatmosphäre bemerkbar. Dann gehe ich meine Arbeit einfach ruhiger an oder gönne mir längere Pausen oder komme vielleicht erst gar nicht so richtig in Arbeitsstimmung.

    Manchmal bin ich dankbar, dass ich in Ruhe alleine arbeiten kann. Manchmal jedoch fehlt auch der Austausch mit Kollegen oder der Kundenkontakt.

    • Henryk Lüderitz am 13. April 2020 um 15:23

      Hallo Björn,
      vielen Dank für deinen Kommentar zu unserem Artikel.
      So wie es dir im Homeoffice geht, geht es auch vielen anderen Lesern. Da tut es gut auch mal zu lesen, dass man mit der Situation nicht alleine ist.
      VG

  • Matthias Weber am 22. Mai 2020 um 19:03

    Ich muss ja sagen, dass wir (Das Team) auch vor Corona schon alle viel im HomeOffice gearbeitet haben. Alles was wir für die tägliche Arbeit brauchen finden wir in unserem #CloudOffice. Dauerhaft am Küchentisch arbeiten ist aber keine Option – es braucht schon einen festen Arbeitsplatz zu Hause. Die Tipps im Beitrag kann ich daher allen nur empfehlen. Homoffice heißt nicht 24 Stunden im Schlafanzug – auch wenn es sehr bequem ist :-))) Vor Corona haben wir uns regelmäßig im Büro getroffen und sind alle froh wenn wir das wieder können. Lustig finde ich das unsere Videokonferenzen ein wenig zum Ratsch an der Kaffeemaschine mutieren. Hat man sich erst Mal an die Kamera und Screensharing gewöhnt ist es fast wie im Büro. Erschrocken bin ich aber von unseren mittelständischen Kollegen mit denen wir zu tun haben. Die tun sich echt schwer mit der neuen Art von UCC Kommunikation. Ich glaube wir müssen das einfach mit dem HomeOffice noch mehr üben, wie Fahrrad fahren – irgendwann macht es dann Spaß.

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