The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Warum Ziele immer präzise formuliert sein sollten

Die SMARTe Jahresplanung

Ein Beitrag von Frederik Senge

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Frohes Neues Jahr liebe Young Professionals! Wir sind jetzt in 2020..Es ist also an der Zeit für neue Ziele, Aufgaben und Verbesserungen. Gerade im Januar melden sich viele Menschen bspw. im Fitnessstudio an. Ihr Ziel: Sportlicher und fitter werden. Auf jeden Fall ein lobenswerter Ansatz! Aber es gibt einen Haken: Dieses Ziel ist sehr unspezifisch. Wieso ihr besonders eure Jahresplanung SMART gestalten solltet, erfahrt ihr in unserem ersten Artikel 2020.

Wer jetzt gerade nicht die Zeit zum Lesen hat, kann hier Henryks Podcast hören: Podcast / Apple Podcast

Was bedeutet SMART?

Zurecht fragt ihr euch: Was soll das hier mit diesem SMART? Nun: SMART ist eine Abkürzung aus dem Bereich des Projektmanagements. Diese steht für:

S- Spezifisch

M – Messbar

A – Aktivierend

R – Realistisch

T – Terminiert

Kurz gesagt: Diese 5 Kriterien müssen bei einer Definition von Zielen und im Rahmen einer Zielvereinbarung erfüllt sein, damit die Zielsetzung als SMART gelten kann. 

Jahresplanung: Ich will abnehmen!

Damit ihr einmal Schritt für Schritt nachvollziehen könnt, wie eine solche Zielsetzung funktioniert, erklären wir das euch am Beispiel aus unserer Einleitung.

Der Wunsch „fitter zu werden“ ist sehr vage und ein wenig nichtsagend. Wie fit darf es denn eigentlich sein? Was bedeutet fit für euch? Werdet also spezifisch(S)! Wenn ihr euch nun also überlegt, dass ihr gerne abnehmen möchtet, geht es im Anschluss um die Messbarkeit (M) dieses Ziels. Bei den (hoffentlich) fallenden Kilos,  ist das ein einfach zu bestimmender Wert. Nehmen wir also an, ihr wollt 5 Kilo abnehmen. Schon sind wir beim Punkt der Aktivierung (A). Hier geht es darum, wieso es für euch ansprechend ist, abzunehmen. Mögliche Gründe wären: Gesünder leben, beweglicher werden, attraktiver aussehen etc. Wenn ihr euch also im klaren seid, wieso ihr abnehmen wollt, kommen wir zum Realismus (R) eures Vorhabens. 5 Kilo abzunehmen ist in diesem Fall nicht unbedingt einfach, aber insgesamt ein machbares Ziel. Der letzte Punkt eines Smartziels ist die Terminierung (T). Ihr solltet euch ein fixes Datum überlegen, bis wann ihr eure 5 Kilo verlieren wollt.

Somit habt ihr ein smartes Ziel formuliert, indem alle 5 Kriterien berücksichtigt wurden!

Und im Job?

Dieses anschauliche Beispiel lässt sich natürlich auch auf eure Jahresplanung im Job übertragen. Auch hier gilt es, die SMART-Formel anzuwenden, um nicht vom Weg abzukommen. Natürlich gehört zur Jahresplanung einiges mehr, als zum Ziel 5 Kilo zu verlieren.

Um das trotzdem möglichst einfach hinzubekommen, empfehlen wir euch an dieser Stelle das TYP-Notizbuch. Dort gibt es die Kategorie: „Jahresplanung“ , kombiniert mit der Kategorie: „ Planung Nächste 4 Wochen-Ziele“. 

Die Jahresplanung

Zunächst geht es einmal darum, das Jahresziel so SMART wie möglich auszuformulieren.

Dabei gehen wir jetzt einmal von einem großen Jahresziel aus: „ Genau heute in einem Jahr, möchte ich alle Aufgaben bereits im Büro erledigt haben, damit ich mir keine Aufgaben mehr mit nachhause nehme“. Das Ziel ist damit schon einmal sehr klar formuliert. Jetzt geht es aber noch darum, auf die verschiedenen Dimensionen innerhalb der SMART-Kategorie einzugehen. Das kann folgendermaßen aussehen:

Spezifisch: Ich möchte keine Arbeit über meine eigentliche Arbeit hinaus, mit nach Hause nehmen.

Messbar: Mein Diensthandy / meinen Laptop lasse ich im Büro.

Attraktiv: Mein Ziel ist attraktiv, denn ansonsten leidet meine Freizeit.

Realistisch: Mein Ziel ist sehr ambitioniert, denn mein Chef will, dass ich erreichbar bin.

Terminiert: Bis zum Ende des Jahres.

Wir sehen also: Das Ziel ist nicht einfach zu erreichen ( man beachte den Punkt „realistisch“ ). Trotzdem ist es ein gutes Jahresziel, da der Zeitraum bis zur Umsetzung nicht kurzfristig, sondern langfristig passieren soll. Die für euch wichtigen Punkte können im Buch nun ganz links formuliert werden. 

Fragt sich nun: Wie soll das Ziel umgesetzt werden?

Die Umsetzung  

In unserem Buch kann man in der rechten Spalte der Jahresplanung nun Plan A und Plan B eintragen. Also müssen wir uns überlegen, mit welchen Methoden unser Ziel umgesetzt werden kann. Dazu kann man noch eintragen, welche smarten Wochenziele man sich setzt und was man dafür benötigt. Das ist in der Regel zielführender, als lediglich ein Jahresziel auszuformulieren. So kommt ihr Schritt für Schritt zu eurem Wunschergebnis. Hier mal zwei Beispiele für Plan A und B:

Plan A

„Ich finde einen Weg meine Arbeitszeit besser zu gestalten.“

Es ist immer gut, zeitfressende und unnötige Aufgaben zu eliminieren. Um dieses Vorhaben umzusetzen, solltet ihr zunächst eure Wochenaufgaben nach überflüssigen „Zeitfressern“ analysieren. Sind die „Übeltäter“ gefunden, gilt es, sie nach und nach abzubauen. Hier hilft euch die Wochenplanung-Spalte im Buch. Generell ist es hilfreich, die zeitfressenden Aufgaben zusätzlich in einer Excel-Liste zu dokumentieren („Was/Wen benötige ich) . 

Plan B

„ Ich muss meine Arbeit reduzieren“

Es gibt gar keine Zeitfresser bei euch? Alle Aufgaben die ihr habt, sind auch wirklich wichtig? Dann gilt es, für euch zu entscheiden, ob ihr Arbeit abgeben könnt. Dabei ist es natürlich von großer Notwendigkeit , euch mit Chefs und Kollegen abzusprechen.

Als ersten Schritt ist es notwendig, 4 Wochen lang eure Aufgaben zu dokumentieren ( wie auch bei Plan A). Wie viel Zeit nehmen eure Aufgaben in Anspruch? Kann ich Zeit einsparen? 

Genau wie bei Plan A sollten eure Aufgaben in einer Excel-Liste dokumentiert werden. Es geht also um die Standardaufgaben + die Aufgaben der jeweiligen Woche.

Investiert in eure Jahresplanung!

Ihr seht: Die SMARTen Ziele auszuformulieren und umzusetzen, ist ein wenig komplex. Aber auf das große Jahresziel gesehen, lohnt sich der Zeitaufwand. Mit dieser Auflistung habt ihr immer im Blick, was ihr WIE erreichen könnt. Erfolge und Misserfolge sind sofort einsehbar. 

Habt ihr schon Erfahrungen mit der SMARTen Zielsetzung gemacht? Schreibt uns an redaktion@theyoungprofessional.de oder gleich hier unten in die Kommentare.

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