The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Sachlicher Umgang als Schlüssel

Klartext – Feedback macht erfolgreich!

Ein Beitrag von Redaktion The Young Professional

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Ray Dalio, CEO des US Hedgefonds Bridgewater, war nicht immer so erfolgreich, wie er es jetzt ist. Sein Problem war vor allem: Mangelndes Feedback!

Heute ist er ein Pioneer der Feedbackkultur, ein echter Hardliner auf seinem Gebiet und natürlich auch nicht völlig unumstritten.

Aber warum ist Feedback überhaupt so wichtig? Lohnt es sich Klartext zu reden?

Zum heutigen Artikel gibt es auch einen Podcast, in dem ihr die Beispiele von Henryk nochmal ausführlicher anhören könnt.

Feedback ist Kritik!

Wenn wir Feedback bekommen, muss das nicht unbedingt positiv sein. Ganz im Gegenteil. Wenn nach einer Rückmeldung gefragt wird und die Menschen ehrlich antworten, werden nicht nur Komplimente verteilt. Gut verpackt kommt Feedback natürlich besser an, aber generell mag Kritik wohl erstmal keiner.

Feedback in der Sporthalle

Managementcoach Henryk Lüderitz hat auch so seine Erfahrungen mit Feedback gemacht. Vor längerer Zeit gab er Kampfsportseminare in Schulen. Kinder sind oftmals schonungslos ehrlich: So hagelte es in den ersten Tagen negative Kritiken. Henryk habe den Unterricht nicht im Griff, Spiele wurden nicht verstanden, oder waren einfach langweilig. Die Kinder sprachen also so richtig Klartext! Wie ist Henryk damit umgegangen?

Innerlich wurmt einen Kritik natürlich sowieso. Man möchte sich eigentlich erstmal rechtfertigen: „Was willst du mir eigentlich erzählen? Glaubst du, du könntest es besser?“.

Doch nach ein paar Tagen entwickelter er eine Strategie: Er nahm das Feedback (bzw. die Kritik) der Kinder erstmal einfach nur auf und machte sich Notizen dazu. Nach ein paar Stunden las er sich das Feedback am Abend nochmal genau durch. 

Mit deutlichem Abstand konnte er viel mehr auf die Sachbotschaft der Kritik eingehen. Die negativen Assoziationen und Emotionen, die mit der Kritik verbunden waren, waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr da.

Sachlicher Umgang

 

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Ein Feedback sollte man möglichst losgelöst von den eigenen Emotionen gegenüber dem Absender betrachten. Es ist also egal wer das Feedback mit welchen Motiven gibt – nehmt es ernst!

Henryk hat sich das Feedback immer links auf einem DINA 4 Blatt notiert. Auf der rechten Seite wurden dann die eigenen Gedanken dazu festgehalten. Seiner Erfahrung nach hilft es, sich erstmal das Gegenteil der Kritik zu notieren, um dann daraus einen eigenen Ansatz zu entwickeln.

Also z.B.:

Kritik Links: „Das Spiel war langweilig“

Verbesserung Rechts: Völlig anderes Spiel entwickeln, oder das Spiel anders gestalten -> Ideen dazu

Feedback spornt an

Henryk bekam durch den sachlichen Umgang mit Feedback mehr Gefühl dafür, was er im Unterricht verbessern konnte. Nach 2-3 Monaten war die Kritik dann auch nicht mehr so vernichtend, wie am Anfang.

Natürlich könnte man sich an dieser Stelle auf dem so entstandenen Erfolg ausruhen. Andererseits ist Verbesserung auch anspornend, um noch weiter zu machen. 8/10 Punkte anstatt  6/10 Punkte! Einfach mehr rausholen!

Sich selbst weiter motiviert zu halten, ist an diesem Punkt die nächste Herausforderung. Aber es lohnt sich weiter dran zu bleiben. Henryk erläutert dazu das bekannte Beispiel aus dem Fitnessstudio: No Pain, no Gain!  

Stillstand veranlasst euch eher dazu, die Sache wieder schleifen zu lassen. Noch dazu kommt, das Dinge die früher gut funktioniert haben, es heute nicht mehr unbedingt tun müssen.

Ihr solltet euch also weiterhin Feedback einholen und dabei ruhig in die Tiefe gehen. Sprecht also Klartext. So kann ein: “ War schon ganz gut“, immer noch verbessert werden.

Kleine Wiederholung 

Hier nochmal stichwortartig zusammengefasst, wie ihr vorgehen könnt:

1. Feedback einholen, notieren,  akzeptieren, nicht groß hinterfragen.

2.Feedback später erneut durchlesen: Wie professionell konnte ich meinem eigenen Ego aus dem Weg gehen? Verbesserungen durchsetzen.

3. Erneutes Feedback einholen: Mehr nachbohren, Methoden optimieren.

Challenge Network vs Support Network

Zum Schluss solltet ihr euch auch fragen, von wem ihr euch Feedback einholt: Sind es Freunde, Bekannte und Familie, die euch sowieso eher unterstützen und mit „Alles Gut“ beruhigen? Oder bestreitet ihr öfters mal den härteren Weg durch das  Challenge Network. Hier fragt ihr Leute, die euch ein schonungsloses Feedback geben, wodurch ihr aber auch die besten Verbesserungsvorschläge bekommt. An die habt ihr vorher wahrscheinlich gar nicht gedacht. Natürlich können auch Freunde und Eltern sehr hart mit euch ins Gericht gehen, im Normalfall gibt es das ehrlichste Feedback aber im Business-Bereich.

Eure Erfahrungen

Sprecht ihr oft Klartext? Wie geht ihr mit Feedback um? Schreibt uns wie immer an redaktion@theyoungprofessional.de oder in die Kommentare und gebt gerne ein ehrliches Feedback 😉 Wir wollen uns als Redaktion natürlich auch verbessern.

Wenn ihr Chefs seid, solltet ihr zudem unbedingt lesen warum ihr euch für Feedback immer Zeit nehmen solltet.

 

 

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  • Kausw am 24. Juli 2020 um 8:12

    Das Einholen bzw. die Bitte um ein Feedback, ist nicht das Problem. Eines zu bekommen, jedoch um so mehr!

    • Henryk Lüderitz am 26. Juli 2020 um 21:01

      Sehr richtig! Feedback. bzw. konstruktive Kritik zwingen mindestens zu einer Selbstrelfexion und evtl. sogar zu Veränderungen… dazu ist nicht jeder in der Lage bzw. bereit.
      Viele Grüße,
      Henryk

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