The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Tiefgreifende Fehleranalyse als Schlüssel zur Souveränität!

Steht ihr souverän im Job? Macht jetzt unseren Check!

Ein Beitrag von Redaktion The Young Professional

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„Wenn du mit 30 noch keinen Burn Out hattest, hast du noch nie richtig gearbeitet!“. Was man aus solchen (blöden) Sprüchen mitnehmen kann? Euer Arbeitspensum muss angeblich ganz hoch sein! Aber kann man bei zuviel Stress noch souverän sein? Seid ihr in eurem Job souverän? Macht einfach unseren Profi-Check und findet heraus, wo ihr momentan im Job steht.

Hier kommt ihr außerdem noch zur aktuellen Podcastfolge.

Wie viel Arbeit habe ich eigentlich?

Young Professionals führen zumeist keinen 9 to 5 Job. Das ist bis zu einem gewissen Grad normal, schließlich macht kaum einer Dienst nach Vorschrift. Aufstrebende Young Professionals lassen wohl nur selten nach genau 8 Stunden einfach den Stift fallen. Gerade dann nicht, wenn noch etwas Wichtiges zu erledigen ist. Trotzdem gibt es Grenzen. Managementcoach Henryk Lüderitz hat „zu viel“ Arbeit, deswegen einmal grob definiert:

„Zu viel Arbeit fängt für mich bei mehr als 20% über der vereinbarten Arbeitszeit an.“ 

Wenn man also jeden Tag 10 statt 8 Stunden im Büro ist, sollte man hellhörig werden. Hier ist man dann definitiv an einem Punkt angelangt, an dem man von einer Grenzüberschreitung sprechen kann.

Gerade die sogenannte Vertrauensarbeitszeit kann dafür sorgen, dass man auch gar nicht mehr genau weiß, wie lange man jetzt wirklich gearbeitet hat. Schreibt euch deswegen einmal zwei Wochen lang auf, wie viel Stunden ihr wirklich insgesamt gearbeitet habt. Wenn ihr bei einer 40 Stunden Woche dann merkt, dass euer Pensum aber in Wirklichkeit auf die 50 Stunden zugeht, wird es bedenklich.

Was waren eure Aufgaben? 

Konkret geht es bei diesem Check darum, welche eurer Aufgaben für euch unerwartet dazugekommen sind. Dazu zählen ungeplante Meetings, Tätigkeiten von Kollegen die nicht da waren, Tätigkeiten von anderen generell etc. Es geht um die Aufgaben die aus dem Nichts auf euch zugekommen sind und wegen denen ihr, eine halbe Stunde bis Stunde „Sondereinsatz“ schieben musstet. Zählt also einmal zusammen, wie viele ungeplante Aufgaben das in euren zwei Wochen waren.

Jetzt habt ihr nach 14 Tagen schonmal einen Überblick über eure generelle Arbeitszeit gewonnen. Zusätzlich wisst ihr auch, was eure „Sondereinsätze“ sind. Dazu solltet ihr notieren, wieviel Zeit die zusätzlichen Tätigkeiten von euch einfordern.

Welche Art von „Sondereinsätzen“ leistet ihr? 

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Im nächsten Punkt schauen wir uns die notierten Aufgaben einmal genauer an. Wenn ihr in euren 14 Tagen z.B. dreimal für den Kollegen X einspringen musstet, seht ihr an dieser Stelle möglicherweise auch eure Hauptursache, für die zusätzliche Arbeit. Wichtig ist hier vor allem, die Zusammenhänge zu erkennen. Bspw. ständig ein Meeting wegen qualitativ schlechter Präsentationen reingedrückt  zu bekommen, hat natürlich mit der Präsentation an sich zu tun. Hier gilt es erneut, eine noch tiefere Ursachenforschung zu betreiben. Was man aber festhalten kann:

Solltet ihr keine Zusammenhänge erkennen, oder auch keine Ansätze zur Verbesserung sehen, dann seid ihr in jedem Fall an einem Punkt angelangt, an dem ihr nicht sonderlich souverän im Job steht.

Pauschalurteile vermeiden 

In den meisten Fällen hat man aber doch zumindest eine Idee, wo das Problem liegen könnte. Im oben genannten Beispiel der fehlerhaften Präsentationen, ist möglicherweise schnell ein fehlerhaftes Zeitmanagement als Ursache ausgemacht. Andererseits könntet ihr als Ursache auch „die Anderen“ sehen. So wird möglicherweise für alle Sondereinsätze das Team als Fehlerquelle ausgemacht. Oder der Chef ist verantwortlich! Generell gilt hier:

Je mehr ihr euch auf Pauschalurteile verlasst, desto umsouveräner handelt ihr im Job. Es ist z.B. absolut unrealistisch, dass immer die anderen Schuld an euren eigenen Leistungen sein sollen. Zumeist gibt es für sich häufende „Sondereinsätze“, eine differenziertere Ursachenkette. An dieser Stelle erkennt man auch die Souveränität von Führungskräften. Ein Chef, der zu wenig Personal als Problem-Ursache herausgearbeitet hat, sollte sich nicht mit der einfachen Lösung :

„Ja ich kann das halt auch gar nicht anders, weil ich zu wenig Personal habe“

herausreden. Der souveräne Chef findet an dieser Stelle viel spezifischere Ursachen, die dann aus dem Weg geräumt werden können.

Fokus auf die eigentliche Arbeit 

In stressigen Situationen zeigt sich wer ein guter Chef , oder eine gute Fachkraft ist. Wie genau erkennt man das? Man besinnt sich darauf, was die eigentlichen Aufgaben sind. In einem anderen Artikel haben wir schon einmal zwischen dringlich und wichtig  unterschieden. Genau das müsst ihr auch können bzw. erkennen. Wer den Überblick behält, behält in diesem Fall die Souveränität. Am Ende dieser Anleitung solltet ihr euch deswegen fragen: Weiß ich, welche meine priorisieren Aufgaben sind? Mit dem Fokus auf das Wesentliche, lassen sich viele Fehlerquellen schon im Vorhinein beseitigen.

Wie souverän seid ihr? 

Jetzt seid wieder ihr gefragt: Wie geht ihr mit Problemen im Job um? Betreibt ihr eine ausgeprägte Fehleranalyse, oder habt ihr da andere Vorgehensweisen? Generell interessiert uns: Seid ihr souverän im Job? Wir freuen uns wie immer über Feedback in den Kommentaren, auf Facebook oder per Mail an redaktion@theyoungprofessional.de

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