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Harmlose Worte mit verheerender Wirkung

No-Gos: Diese Formulierungen gehen gar nicht!

Ein Beitrag von Redaktion The Young Professional

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Für sich genommen, sind die folgenden Formulierungen eigentlich harmlos. Trotzdem lösen sie teilweise starke Emotionen aus. Als Chef sollte man seine Worte deshalb immer mit Bedacht wählen. Nicht, dass man eine kommunikative Bruchlandung erleidet und es sich mit seinen Mitarbeitern verscherzt. Wir haben hier einmal 5 No-Gos  der Kommunikation, für euch zusammengestellt.

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Verdrehungen können Schaden anrichten

Chefs verwechseln gerne das „Wir“ mit dem „Ich“. Oft geht es hier darum, dass das Projekt eines Teams/einer Abteilung präsentiert wird. Das ist natürlich eine Aufgabe für den Chef! Dabei sollte auf jeden Fall auf die „Ich“-Form verzichtet werden. Schließlich sind eure Mitarbeiter (im Normalfall) für die meisten Prozesse verantwortlich. Auch wenn man als Chef die Verantwortung für das Projekt hat, sollte man seine Mitarbeiter in der Präsentation, gebührend erwähnen. Ansonsten denken diese sich zurecht: „Du allein hast das Projekt erledigt? Ist ja interessant zu hören…“ . Eine namentliche Erwähnung tut in diesem Beispiel nicht weh und zeigt eure Wertschätzung für das Team.

Auch bei den nächsten Formulierungen, geht es im Grundsatz um Wertschätzung.

No-Gos: Verallgemeinerungen 

Folgende Formulierungen sind sicher den meisten von euch bekannt.

-Das haben wir schon immer so gemacht.

-Das wird nie funktionieren.

-Kein Kunde wird sowas jemals haben wollen!

-Ich hab noch nie erlebt, dass du pünktlich warst.

Diese Aussagen stellen eine plumpe Art der Manipulation dar, da zumeist von Einzelfällen auf eine große Masse geschlossen wird. Solche Sätze sind für euch als Chefs zusätzlich schwierig, weil sie meistens leicht zu kontern sind. Woher wollt ihr denn eigentlich wissen, ob die Kunden dies und das nicht wollen? Bei solchen Formulierungen kommt man als Chef schnell in Bedrängnis, da man wirklich empirische Daten vorweisen muss, um diese begründen zu können.

Davon abgesehen sind sie der absolute Kommunikations-Killer. Welcher Mitarbeiter war denn wirklich noch nie pünktlich? Diese komplett übertriebene Aussage, erstickt doch eigentlich im Vorhinein jegliche Chance, auf ein konstruktives Gespräch.

Managementcoach Henryk Lüderitz möchte weg von solchen Verallgemeinerungen:

Besser ist es, präzise Beobachtungen zu beschreiben, um ein konstruktives Gespräch zu führen. Statt zu sagen: „ Deine letzten Präsentationen waren alle großer Mist“, formuliert vorsichtiger:„Ich habe in Erinnerung, dass drei deiner letzten Präsentationen wirklich nicht gut waren. Daran müssen wir gemeinsam arbeiten“. So zeigt ihr euren Mitarbeitern, dass ihr euch auf konkrete Ereignisse beziehen könnt.

No-Gos: Verschiebungen 

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Im Meeting kommt es gerne mal zu Einwürfen von Mitarbeitern. Nicht alle passen in die aktuelle Agenda. Schnell antworten Chefs dann:

-Nein… nicht jetzt.

-Das können wir irgendwann mal machen.

-Das machen wir später.

Aber was heißt denn jetzt „später“ ? Diese Formulierungen sind sehr unpräzise und führen zu Frust bei den Mitarbeitern. Wenn es im Moment nicht passt, sollte man lieber einen festen Termin für die Gespräche über den Einwurf machen. Es ist nicht immer einfach zu unterscheiden, ob ein Vorschlag sinnvoll ist. Trotzdem solltet ihr euch bemühen, nicht zu abwertend darauf zu reagieren. Denn für euren Mitarbeiter ist der Einwand/Vorschlag etc. nämlich wichtig, sonst wäre er nicht geäußert worden.

No-Gos: Ungenauigkeiten 

„Da müsste man sich mal drum kümmern“. 

Achja? Wer denn? Und wann? Mit wem? Und wie genau?

Diese Formulierung ist für eine Führungskraft wirklich ein absolutes No-Go! Sie zeigt, dass der Chef eigentlich keine Ahnung hat, wie er sein Team führen soll. Es ist immer wichtig, in wenigen Sätzen ausdrücken zu können, was entscheidend ist. Wenn etwas nicht auf den Punkt gebracht wird, „schwimmen“ eure Mitarbeiter. Es fehlt ihnen an Orientierung. Seid also so präzise wie möglich. 

Auch Bagatellisieren ist ein No-Go! 

Hier schließen wir ein wenig an die Verschiebungen an. Konkret geht es um Formulierungen wie:

-Jaja, das ist aber nicht so wichtig.

-Darauf kommt es jetzt nicht an. 

Auch hier werden z.B. Einwürfe der Mitarbeiter nicht ernst genommen. Klar muss so ein Einwurf seinen Rahmen haben, aber prinzipiell ist aus Sicht der Mitarbeiter, ein Sachverhalt eben doch wichtig. In diesem Fall sollte man nicht „nicht wichtig“ sagen, sondern die Reihenfolge umstellen:

„Lasst uns erstmal auf das Wesentliche fokussieren. Im Anschluss daran, können wir darüber sprechen“.

So wertschätzt ihr den Einwurf, lasst euch aber nicht von eurer eigentlichen Agenda abbringen.

Welche No-Gos kennt ihr? 

Jetzt seid ihr gefragt: Kennt ihr noch andere Formulierungen, die gar nicht gehen? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare 🙂

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