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Stellt die richtigen Fragen

Missverständnisse vermeiden – diese einfache Technik hilft

Ein Beitrag von Redaktion The Young Professional

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Wer kennt das nicht: Ihr habt euch intensiv mit  Mitarbeitern zu einem Thema ausgetauscht, doch ein paar Tage später stellt sich heraus, dass ihr aneinander vorbei geredet habt. Im schlimmsten Fall hat das Missverständnis bis dahin, sogar schon zu größeren Fehlern geführt. Heute wollen wir uns deshalb einer Technik widmen, die Missverständnisse vemeidet!

Hier kommt ihr außerdem noch zu unserem Podcast.

Sich Zeit nehmen

In  vielen Gesprächen wird am Ende gerne gefragt: „Hast du mich verstanden?“.  Noch forcierender ist die Frage: „Haben wir uns verstanden?“. Auf diese Suggestiv-Fragen kommt meistens so etwas wie: „Jaja schon klar“. Das liegt daran, dass diese Fragen in sich schon geschlossen sind und der Gesprächspartner nicht als Idiot darstellen möchte. Also hat Sie/Er natürlich alles verstanden!Besser ist herauszufinden, was der Mitarbeiter über euer Vorhaben denkt.

Missverständnisse so früh wie möglich erkennen

Um Missverständnisse so früh wie möglich zu vermeiden, solltet ihr bereits im Gespräch wissen, was euer Mitarbeiter verstanden hat. Wenn erstmal ein bis zwei Wochen am Projekt gearbeitet wurde und sich dann das Missverständnis zeigt, ist es viel schwieriger, den Fehler wieder gerade zu rücken. Das liegt vor allem daran, dass in diesem Fall sowohl auf Mitarbeiter wie auf Chef-Seite, eine Menge Frust entsteht.  Wie erkennt ihr jetzt aber wirklich, was euer Kollege/Mitarbeiter verstanden hat?

Offene Fragen stellen 

Statt der geschlossenen Suggestiv-Frage („Hast du mich verstanden?“) , solltet ihr eurem Mitarbeiter Raum für eigenen Input geben. Formuliert also als erstes folgende, recht trivial klingende, Frage:

„Welche Fragen hast du dazu?“

Der Mitarbeiter muss jetzt zwangsläufig über den gerade gehörten Sachverhalt nachdenken. Managementcoach Henryk Lüderitz benutzte diese Fragestellung als Chef immer gerne, denn:

„ Auf diese Frage bekommst du in 80-90% der Fälle eine Frage zurück, die sich auf den Sachverhalt bezieht. Von ganz oberflächlich bis hin zu tiefen Detailfragen – war alles schon dabei“.

Ihr seht also: Es ist meistens eben nicht alles klar. Missverständnisse können allein durch diese banale Frage vermieden werden.

Missverständnisse vermeiden: In die Tiefe gehen 

Manchmal fragt man sich aber auch, ob der Mitarbeiter überhaupt vom Thema überzeugt ist. Nicht immer könnt ihr anhand von direkten Reaktionen erfahren, wie euer Angestellter denkt. Manchmal bleibt Sie/Er verschlossen. Hier bietet sich also diese Frage an:

„Wie siehst du das Thema?“

Es wird also wieder eine sehr offene Frage gestellt. Gerade wenn es um eine Veränderung geht, ist es wichtig zu wissen, was euer Kollege darüber denkt. Wie steht derjenige also dazu? So bekommt ihr direkt eine Antwort.

Das Verstehen 

Jetzt kommen wir zu einer richtig konkreten Frage. Euer Mitarbeiter hat euch versichert, dass er verstanden hat, was er jetzt zu tun hat. Aber ist das wirklich so? Nicht immer ist eindeutig, ob es sich bei seiner Rückmeldung, nicht einfach um eine Floskel handelt. Werdet also konkret:

„Hey um Projekt XY umzusetzen… wie wirst du da jetzt denn genau vorgehen? Wo setzt du an? “ 

In diesem Fall seid ihr bereits überzeugt, das der Mitarbeiter mit dem Projekt einverstanden ist. Es geht eher darum herauszufinden, ob er auch gedanklich schon wirklich dabei ist. Denkt der Mitarbeiter in die richtige Richtung? Hat er die Auswirkungen seiner neuen Tätigkeit verstanden? Man kann diese Frage also als kleinen Test werten!

Zeit geben 

In diesem Fall gebt ihr eurem Mitarbeiter noch ein wenig Abstand zum gerade Gehörten. Gerade bei einem großen Projekt mit starken Auswirkungen, bietet sich diese Maßnahme an. Euer Angestellter muss die neuen Themen, Aufbabenfelder, Verpflichtungen etc. vielleicht noch etwas sacken lassen. Fragt also:

„Was hältst du davon, wenn wir morgen früh nochmal über deinen Ansatz sprechen würden?“

Wichtig ist , dass dem Mitarbeiter hier schon klar ist, dass es zu seinen neuen Aufgaben keine Alternative gibt. Sie/Er bekommt in der Situation lediglich mehr Zeit und Raum, um sich über das Projekt/das Thema klar zu werden. 

Offene Fragen vermeiden Missverständnisse

Die oben aufgelisteten Fragen sorgen in jedem Fall, für ein emotional ausgeglichenes Klima zwischen den Gesprächspartnern. Es ist keine forcierte Fragerunde vom Chef an den Mitarbeiter. Er oder Sie fühlt sich also nicht so, als wäre man noch in der Schule und müsse dem Lehrer Antworten geben. Vielmehr signalisiert ihr als Chefs, dass ihr euren Gegenüber als eigenständigen Mitarbeiter wahrnehmt, der letztendlich Verantwortung übernimmt. Weitere Fragen , die ihr euren Mitarbeitern stellen könnt, findet ihr in unserem letzten Artikel.

Eure Missverständnisse – eure Erfahrungen

Versteht ihr eure Mitarbeiter/Kollengen immer? Habt ihr eine eigene Technik, um Missverständnisse zu vermeiden? Uns interessieren eure persönlichen Erlebnisse! Schreibt uns gerne an redaktion@theyoungprofessional.de ,oder in die Kommentare 🙂 

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