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Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen

7 Führungsfehler im Umgang mit dem Coronavirus

Ein Beitrag von Redaktion The Young Professional

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Der Coronavirus (Covid-19) versetzt die Welt in den Ausnahmezustand. Hamsterkäufe, Fake News und dezente Hysterie sind an der Tagesordnung. Dagegen ist man im Büro noch vergleichsweise gut aufgehoben. Es sei denn, ihr habt einen Chef, der im Umgang mit dem Coronavirus einen (oder gleich mehrere) der folgenden Führungsfehler begeht. Wir zeigen euch heute, was das für Fehler sind und wie ihr es besser machen könnt!

Du möchtest dich noch mehr mit dem Thema „So geht gute Führung in der Corona-Krise“ beschäftigen? Dann gibt es hier das passende Online-Seminar.

Zum aktuellen Artikel hat Managementcoach Henryk Lüderitz , wieder einen Apple Podcast / Podcast aufgenommen.

Informiert euch 

Wir leben in einem Informationszeitalter. Wir können sehr schnell auf Daten zugreifem. In einem Krisenfall wie diesem, solltet ihr als Chefs also einen Überblick über die Geschehnisse haben, um angemessen reagieren zu können. In diesem Fall müsstet ihr also genau wissen, wie eine Ansteckung funktioniert. Kontraproduktiv ist es hingegen, die Verantwortung und das Wissen darüber, weit von euch wegzuschieben. Es klingt ziemlich basic, aber es gibt sicherlich Firmen, die nur an den Erfolg des Unternehmens denken und die Faktenlage, so gut es geht ignorieren.

Seid nicht egoistisch

Das gilt natürlich eigentlich immer, aber in so einer Krisensituation ganz besonders. Ihr habt als Chefs auch eine Vorbildfunktion, weswegen es nicht allein um euren Schutz geht. Z.B. könntet ihr eure Mitarbeiter anordnen zur Arbeit zu kommen, während ihr selbst, mit Verweis auf eure zwei Kinder, im Homeoffice bleibt. An dieser Stelle offenbart sich dann eine „Ich zuerst!“-Mentalität, die euren Mitarbeitern übel aufstoßen wird. Bezieht eure Mitarbeiter also immer mit ein und steckt wenn nötig auch mal zurück.

Die Selbstüberschätzung

Geht ein bisschen in Richtung des ersten Punkts, ist aber mit noch mehr Ignoranz verbunden. Sprüche wie: 

„ Ach, dieser Virus kann mir nichts anhaben“  

„ Ich habe schon ganz andere Sachen überstanden!“

verkennen den Ernst der Lage. Wie auch die Egoisten, bezieht der „Selbstüberschätzer“ die Situation nur auf sich, obwohl eine Pandemie natürlich die gesamte Bevölkerung angeht. Henryk Lüderitz betont an dieser Stelle nochmal eure Vorbildfunktion:

„ Ihr solltet euch überlegen, was ihr mit solchen Sprüchen gegenüber euren Mitarbeitern aussendet. Mitarbeiter die besorgt sind, trauen sich dann nicht mehr, über ihre Gefühle zu sprechen. Sie haben Angst sich lächerlich zu machen“.

Als Chef sollte man das Coronavirus eben nicht bagatellisieren, sondern auf die Sorgen und Ängste der Mitarbeiter eingehen. Vielleicht ist ja auch der eine oder andere in eurer Belegschaft von Vorerkrankungen betroffen. Gerade diese Personen dürfen nicht mundtot gemacht , oder verunsichert werden.

Empfehlungen ignorieren

An dieser Stelle kommen wir zu den absoluten Extremfällen. Sich im Büro damit brüsten, dass man ja trotz Empfehlung  aus der Politik, mit Freunden feiern war, sendet natürlich ein ganz falsches Signal an die Belegschaft. Mittlerweile sollte jeder mitbekommen haben, dass man auch ohne schweren Virusverlauf, eine Gefahr für andere Menschen darstellen kann. Wie auch immer man zu der ganzen Krise steht: Seid euch auch an dieser Stelle über eure Botschaften bewusst, die ihr an eure Mitarbeiter aussendet.

Fakenews und Verschwörungstheorien 

Die Sache mit der (vermeintlichen) Wahrheit, ist ein vieldiskutiertes Thema der vergangenen Tage. Wieviel Vorsicht ist richtig? Handeln wir zu zögerlich? Gerade die Fakten- und Informationslage zum Coronavirus, ändert sich praktisch stündlich. Auch im Büro wird viel darüber diskutiert werden. Man kommt ja auch gar nicht mehr an dem Thema vorbei. In solchen Diskussionen, sollte man aber vielleicht nicht, mit wilden Verschwörungstheorien um die Ecke kommen. Genauso ist die Behauptung , alles Mögliche sei „Fakenews“ , einer Versachlichung nicht hilfreich. Vielmehr sorgt ihr mit solchen Theorien für Anspannung unter euren Mitarbeitern. Natürlich hat jeder so seine „eigene Wahrheit“. Als authentische Chefs  solltet ihr ja auch nicht immer, mit eurer wirklichen Meinung hinter dem Berg halten. Aber es bedarf schon ein gewisses Augenmaß, was die Verbreitung von Theorien anbelangt.

Belächeln 

Schließt an den Punkt der Selbstüberschätzung an, ist aber noch schlimmer. In diesem Fall nehmt ihr die Sorgen eurer Mitarbeiter ganz aktiv nicht ernst. Manche Chefs machen sich z.B. darüber lustig, wenn Teile der Belegschaft nun schon bei dem kleinsten Schnupfen zuhause bleiben. Ihr könnt natürlich dazu stehen wie ihr wollt, aber den Mitarbeitern zu vermitteln, dass ihr sie nicht ernst nehmt, wird das Verhältnis in jedem Fall verschlechtern. Ihr verunglimpft diejenigen, die in dieser Situation verunsichert sind.

Verurteilen

Die Verschärfung des Belächelns. In diesem Fall sprecht ihr wirklich schlecht über Mitarbeiter, die z.B. aus Vorsichtsmaßnahmen zuhause bleiben. Auch generell ist dieses Verhalten von Führungskräften ganz übel. Schlecht über sein Team und die Abteilung sprechen, ist quasi der Worstcase!

Wie es besser geht

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Nachdem wir hier jetzt 7 No-Gos aufgezählt haben, wollen wir euch an dieser Stelle aber auch ein paar Tipps geben, wie ihr einen besseren Umgang mit der Krise finden könnt.

  1. Die Lage ernst nehmen

Dieser Tipp ist sicherlich schon durch die No-Gos klar geworden. Egal wie ihr zu der Coronakrise steht: Gerade auch im beruflichen Kontext, ist sie ernst zu nehmen! Akzeptiert also einfach, dass das Thema in der Gesellschaft angekommen ist. 

2.  Besonnenheit und Ruhe ausstrahlen

Krisen sind außergewöhnliche Situationen. Gerade in einer solchen Krise, seid ihr als Ruhepol gefragt. Das was ihr ausstrahlt, überträgt sich auch auf eure Mitarbeiter.

3. Miteinander sprechen und zuhören

Gestaltet sich momentan nicht immer einfach (wegen dem vielen Homeoffice) , sollte aber auch jetzt nicht vernachlässigt werden. Die Mitarbeiter haben vielleicht einiges auf dem Herzen, was sie mit Kollegen und auch mit euch als Führungskraft besprechen möchten. Henryk Lüderitz hat da ein konkretes Beispiel:

Man sollte z.B. schauen, wie ihr als Unternehmen die Kinderbetreuung regeln könnt. Das sollte genau auf die individuellen Bedürfnisse Einzelner abgesteckt sein.“

Aber auch einfach die Sorgen der Mitarbeiter ernst zu nehmen, ist in dieser besonderen Situation wichtig. Wenn sich also jemand den ganzen Tag über das Coronavirus informiert, solltet ihr auf denjenigen zugehen und fragen, was ihn/sie konkret beschäftigt. Gibt es also bspw. Vorerkrankungen in Familie oder Freundeskreis? Damit ignoriert ihr das Problem nicht, sondern nehmt eure Mitarbeiter konkret ernst! 

Coronakrise- eure Erfahrungen

Wir sind in einer besonderen Situation, das ist wohl jedem klar. Wie verhaltet ihr euch aufgrund des Coronavirus? Habt ihr noch Ergänzungen für diese Liste? Bleibt auf jeden Fall gesund und kommt gut durch die folgenden Wochen!
Und wenn ihr als Führungskraft daran arbeiten wollt, auch in der Krise gut zu führen, dann werft doch mal einen Blick auf mein Online-Seminar.

Eure Redaktion /theyoungprofessional

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