The Young Professional - Das Onlinemagazin für junge Talente von Henryk Lüderitz

Die ersten 100 Tage sind entscheidend als Führungskraft

Damit Führung Dir UND deinem Team Freude bereitet!

Führung soll Spaß machen, denn schließlich hast du dich ja freiwillig für eine Führungsposition entschieden, oder? Vielleicht hast du zündende Ideen, wie man heutzutage die Unternehmenskultur verbessern kann oder dir liegt es einfach im Blut, andere anzuleiten.

Welcher Grund auch immer dich als Führungskraft auszeichnet, wichtig ist herauszufinden, wie du dir UND deinem Team Freude bereiten kannst. Denn schließlich seid ihr eine Einheit!

# 1 Was sind deine Motive?

Warum möchtest du Führungskraft werden? Was bewegt dich? Wenn du authentisch führen möchtest, solltest du dich und deine Motive gut kennen. Wenn du nur wegen des höheren Gehaltes Führungskraft werden möchtest, solltest du deine Motive noch einmal überarbeiten. Vielleicht möchtest du einen Beitrag zu einer positiveren Unternehmenskultur beitragen? Oder du möchtest grundsätzlich etwas in der Arbeitswelt verändern, wie z. B. aktuell die heiß diskutierte 4-Tage-Woche. Bevor du deine neue Position anstrebst, setze dich hin & reflektiere über deine Gründe. Denn hast du keine wirkliche Motivation, wirst du auch keine gute Führungskraft werden.

# 2 Kenne deine Stärken und Schwächen

Nichts ist schlimmer, als sich bereits beim Start zu überschätzen! Wenn du als selbstherrliche:r neue:r Herrscher:in über dein neues Team verfügst, aber keine Ahnung von deinen Schwächen hast, dann ist das schon peinlich. Und glaub mir: Jede:r hat Schwächen. Auch du! Und nur weil du Führungskraft bist, heißt das noch lange nicht, dass du vor Fehlern & Schwächen gefeit bist. 

Werde dir also selbst bewusst, wo deine Stärken & Schwächen liegen. Das kannst du z. B. super mit der SWOT-Analyse herausfinden.

Mit der SWOT-Analyse kannst du deineStärken & Schwächen herausfinden

# 3 Akzeptiere, dass du evtl. nicht für jede Führungsposition gemacht bist

Frage dich deshalb, was für dich explizit NICHT infrage kommt. Zum Beispiel ein neues Team aufbauen. Manche Menschen arbeiten gerne in einem bestehenden Team, das eine gute Mischung zwischen alteingesessenen Mitarbeitern und jungem Gemüse hat. Denn hier herrscht eine gute Balance zwischen altem Wissen und dem Vermitteln von neuem Wissen. Alt hilft jung & umgekehrt. 

Wer ein komplett neues Team generieren soll, muss erstmal Stellenanzeigen erschaffen, Bewerbungen sichten und Einstellungen organisieren. Wenn Organisation beispielsweise nicht so dein Ding ist, dann bewirb dich lieber für eine Führungsposition in einem bestehenden Team. Und das ist auch völlig okay so. 

# 4 Erforsche die Geschichte deines Teams. 

Willst du in Zukunft eine gute Führungskraft sein, musst du dich auch mit der Vergangenheit deines Teams auseinandersetzen. Dabei geht es nicht nur um Erfolge der einzelnen Mitarbeiter:innen, sondern auch um ihr Privatleben. Warum arbeitet Frau Müller nur Teilzeit: Hat sie Kinder oder pflegebedürftige Eltern zu Hause? Oder strebt sie vielleicht insgeheim sogar eine Vollzeitstelle an? Wer hat welche Qualifikationen und wie kannst du diese am besten einsetzen? 

Sein Team zu kennen, ist sehr wichtig. Zugleich fördert es das Miteinander, denn nichts ist schlimmer, als eine ignorante Führungskraft, die kein offenes Ohr für seine/ihre Teammitglieder hat und nur an schwarzen Zahlen interessiert ist.

# 5 Definiere Ziele. 

Hast du von deiner neuen Führungskraft keine konkreten Ziele erhalten, kannst du dein Team nicht führen. Lass dich auf keinen Fall mit pauschalen Aussagen („Sie machen das schon!“) abspeisen. Ziele sind wichtig, um auch deinem Team einen Kurs vorzugeben. Schippert ihr ziellos vor euch hin, kann es passieren, dass dein Team sich zu anderen Ufern aufmacht. 

Und schließlich willst du ja auch etwas verändern, denn sonst wärst du ja keine Führungskraft (geworden). Definiere also deine Wünsche in Ziele um und die Fahrt kann beginnen.

# 6 Bereite dich auf das Kennenlernen vor. 

Lerne die Namen deines Teams auswendig, BEVOR ihr euch kennenlernt. So punktest du bereits beim ersten Eindruck mit einer persönlichen Begrüßung. Es ist immer vorteilhaft, ausländische Namen vorher einzustudieren. Es wäre schon peinlich, wenn du sie falsch aussprechen würdest. Erkundige dich also im Vorfeld bei deinem/deiner Vorgänger:in, wie manche Namen ausgesprochen werden. Deine Teammitglieder werden es dir danken.

# 7 Nimm deinem Team die Angst. 

Neue Besen kehren gut. Viele Teammitglieder verbinden eine neue Führungskraft mit radikalen Veränderungen. Nimm deinem Team daher die Angst und erkläre, wie dein Fahrplan für die Kennlern-, Orientierungs- und Umsetzungsphase aussieht. Dass du nicht sofort alle alten Brücken abreißen willst, sondern dir erstmal das tägliche Prozedere anschaust.

Auch kannst du deine Teammitglieder in einem Meeting zusammen rufen und jede:r präsentiert seine/ihre Ideen für Veränderungen im Unternehmen. Die besten Ideen kommen meistens von den Mitarbeitenden selbst. Und viele sind dankbar, wenn sie als Person wertgeschätzt werden und nicht radikal überfahren werden.

# 8 Treffe keine voreiligen Entscheidungen. 

Solltest du bereits am Anfang Dinge sehen, die dringend geändert werden müssen, dann lass dir mit den ersten Entscheidungen 14 Tage Zeit. Versuche stattdessen lieber dein Team, die Abläufe sowie Wünsche deines Teams zu ergründen. Vielleicht lernst du in dieser Zeit gute Gründe dafür kennen, warum in deinem Team bestimmte Dinge so sind, wie sie sind und besser doch nicht verändert werden sollten.

# 9 Wisse, wohin es gehen soll. 

Damit dir dein Team folgen kann, musst du mit dem Team gemeinsam eine Vision für die Zukunft entwickeln. Welches Ziel hast du dir gesteckt, welche Meilensteine sollen wöchentlich/ monatlich oder pro Jahr erreicht werden? Kommuniziere offen und ehrlich mit deinem Team & entscheide nichts über deren Köpfe hinweg. 

# 10 Feedback geben und nehmen. 

Damit sich dein Team entwickeln kann, musst du regelmäßige Rückmeldungen geben. Gleiches gilt auch für dich! Fordere deshalb eine Rückmeldung zu dir ein und nimm die Wünsche ernst! Reagiere nicht gekränkt, wenn man deine Führung oder dich als Person kritisiert, sondern bedanke dich & arbeite an dir. Denn wer Kritik austeilt, muss auch einstecken können. 

Weitere Techniken, Tipps und Tricks für neue Führungskräfte

Wenn du dir noch unsicher bist, ob du wirklich das Zeug zur Führungskraft hast, dann kann ich dich beruhigen: Bestimmt! In meinem neuen Seminar „Leadership-Starter – Die ersten 100 Tage als Führungskraft“ kannst du dir noch viele weitere Tipps & Tricks abholen, wie du zu einer ausgezeichneten Führungskraft wirst! Ich freue mich auf dich.

Welche Punkte gehören noch zu einem erfolgreichen Start als neue Führungskraft?

Schreib mir gerne eine Nachricht bei Xing oder LinkedIn, welche Erfahrungen du bisher als Führungskraft gemacht hast. Bestimmt hast du noch Tipps für die ersten Tage als Führungskraft.


Mit besten Grüßen
Henryk Lüderitz

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Über den Autor

Ich bin Henryk Lüderitz, Management Trainer, Business Coach, Speaker und führender Experte für junge Talente. Hier im Magazin, als Xing-Insider und als bekannter Gastautor schreibe ich über Karrierethemen, die Young Professionals bewegen.
Mit meinen Seminaren, Video-on-Demand Kursen und Coachings unterstütze ich junge Talente in Unternehmen oder dich ganz persönlich!

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