The Young Professional - Das Onlinemagazin für junge Talente von Henryk Lüderitz

Harmlose Worte mit verheerender Wirkung

No-Gos: Diese Formulierungen gehen gar nicht!

Kommunikationsfehler, präzise Kommunikation

Für sich genommen, sind die folgenden Formulierungen eigentlich harmlos. Trotzdem lösen sie teilweise starke Emotionen aus. Besonders für Führungskräfte ist eine präzise Kommunikation überlebenswichtig. Ich habe dir hier meine aktuell schlimmsten No-Gos der Kommunikation zusammengestellt. Wenn du diese Tipps lieber im Podcast hören möchtest, findest du die passende Folge hier:

Verdrehungen können Schaden anrichten

Chefs verwechseln gerne das „Wir“ mit dem „Ich“. Das ist besonders dann kritisch, wenn du als Chef die Leistung deines Teams präsentierst. Dabei solltest du auf jeden Fall auf die „Ich“-Form verzichten. Andernfalls entsteht schnell der Eindruck, dass du dich mit fremden Federn schmückst.
Schließlich sind deine Mitarbeiter (im Normalfall) für die meisten Prozesse verantwortlich. Auch wenn man als Chef die Verantwortung für das Projekt hat, gilt es, die Projektmitarbeiter in der Präsentation, gebührend zu erwähnen. Ansonsten denken diese sich zurecht: „Du allein hast das Projekt erledigt? Ist ja interessant zu hören…“. Eine namentliche Erwähnung tut in diesem Beispiel nicht weh und zeigt deine Wertschätzung für das Team.

No-Gos: Verallgemeinerungen 

Folgende Formulierungen hast du bestimmt schon oft gehört:
-Das haben wir schon immer so gemacht.
-Das wird nie funktionieren.
-Kein Kunde wird so was jemals haben wollen!
-Ich hab noch nie erlebt, dass du pünktlich warst.
Diese Aussagen stellen eine plumpe Art der Manipulation dar, da zumeist von Einzelfällen auf eine große Masse geschlossen wird. Solche Sätze sind für dich als Chef zusätzlich schwierig, weil sie meistens leicht zu kontern sind. Woher willst du denn eigentlich wissen, ob die Kunden dies und das nicht wollen?
Bei solchen Formulierungen kommst du als Chef schnell in Bedrängnis, wenn du diese Behauptungen nicht belegen kannst. (Ganz ähnlich, wie Donald Trump bei seinen Behauptungen, dass am ihm die Wahl gestohlen habe!) Davon abgesehen sind sie der absolute Kommunikations-Killer. Welcher Mitarbeiter war denn wirklich IMMER pünktlich? Diese komplett übertriebenen Aussage ersticken jegliche Chance auf ein konstruktives Gespräch.

No-Gos: Verschiebungen 

Kommunikationsfehler, präzise Kommunikation
Kommunikationsfehler: Verschiebungen

Im Meeting kommt es gerne mal zu spontanen Ideen von Mitarbeitern. Nicht alle passen in die aktuelle Agenda. Schnell antworten Chefs dann:
-Nein… Nicht jetzt.
-Das können wir irgendwann mal machen.
-Das machen wir später.
Aber wann ist denn „später“? Diese Formulierungen sind sehr unpräzise und führen zu Frust bei den Mitarbeitern. Wenn es im Moment nicht passt, benenne lieber einen festen Termin, um in Ruhe über die Ideen deines Mitarbeiters zu sprechen.

No-Gos: Ungenauigkeiten  & Konjunktive

-Wir müssten das Thema XY bald mal angehen!
-Da müsste man sich mal drum kümmern.
Ach ja? Wer denn? Und wann? Mit wem? Und wie genau? Diese Formulierung ist für eine Führungskraft wirklich ein absolutes No-Go! Sie zeigt, dass der Chef eigentlich keine Ahnung hat, wie er sein Team führen soll. Für Führungskräfte ist es enorm wichtig, präzise die eigenen Entscheidungen zu erklären. Wenn etwas nicht auf den Punkt gebracht wird, „schwimmen“ deine Mitarbeiter. Es fehlt ihnen an Orientierung. Sei also so präzise wie möglich.

Auch Bagatellisieren ist ein No-Go! 

Ein weiteres No-Go in der Kommunikation für Führungskräfte sind Bagatellisierungen:
-"Ja, das ist aber nicht so wichtig."
-"Darauf kommt es jetzt nicht an."
Mit solchen Aussagen werden z.B. Sorgen / Ideen der Mitarbeiter nicht ernst genommen. Selbstverständlich ist in einer Besprechung die Agenda der rote Faden der Diskussion. Wenn du als Führungskraft durch jede Frage / Idee von der Agenda abkommst, wirst du niemals zum Ziel kommen. Besser ist es, wenn du den Input wertschätzend aufnimmst und später in Ruhe besprichst. „Lass uns bitte erst mal auf das Thema XY fokussieren. Im Anschluss daran können wir über deine Idee sprechen“. So wertschätzt du deine Mitarbeiter und hast weiterhin die Agenda und das Ziel des Meetings im Blick.

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

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Welche No-Gos kennst du? 

Jetzt bist du gefragt: Kennst du noch andere Formulierungen, die gar nicht gehen? Schick mir dazu gerne eine Nachricht oder Kontaktanfrage bei Xing oder Linkedin und ich freue mich sehr, wenn du diesen Artikel mit deinem Netzwerk teilst!
Mit besten Grüßen
Henryk Lüderitz

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Über den Autor

Ich bin Henryk Lüderitz, Management Trainer, Business Coach, Speaker und führender Experte für junge Talente. Hier im Magazin, als Xing-Insider und als bekannter Gastautor schreibe ich über Karrierethemen, die Young Professionals bewegen.
Mit meinen Seminaren, Video-on-Demand Kursen und Coachings unterstütze ich junge Talente in Unternehmen oder dich ganz persönlich!

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